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CO630932

Webinar: Kontokündigung im AML-Kontext: Pflicht, Risiko oder Rechtsverstoß?

Entwickelt für

  • Geldwäschebeauftragte / AML-Officer
  • Compliance-Verantwortliche in Banken und Finanzdienstleistern
  • Rechtsabteilungen
  • Führungskräfte im Bereich Risk / Compliance

Das ist Ihr Nutzen

Die Beendigung von Geschäftsbeziehungen gehört zu den sensibelsten Entscheidungen in der Geldwäscheprävention. Während Verdachtsmeldungen aufgrund der niedrigen gesetzlichen Schwelle regelmäßig erfolgen, bleibt die Frage nach der Fortführung oder Kündigung der Kundenbeziehung hochgradig komplex – und rechtlich zunehmend umstritten.

Die aktuelle Rechtsprechung zeichnet kein einheitliches Bild:
Während einige Gerichte bereits im Geldwäscheverdacht oder erhöhten Risiko einen ausreichenden Kündigungsgrund sehen, betonen andere Entscheidungen die Grenzen des De-Risking und stellen den Zugang zum Zahlungsverkehr in den Vordergrund.

Das Webinar beleuchtet die entscheidenden rechtlichen, aufsichtsrechtlichen und praktischen Fragestellungen:

  • Wann besteht eine Pflicht zur Kündigung nach dem Geldwäschegesetz?
  • Welche Rolle spielen erhöhte Risiken und verstärkte Sorgfaltspflichten?
  • In welchen Fällen ist eine Kündigung unzulässig oder unverhältnismäßig?
  • Wie sind aktuelle Entscheidungen der Gerichte einzuordnen?
  • Welche Handlungsspielräume und Risiken ergeben sich für die Praxis?

Die Teilnehmer*innen erhalten einen strukturierten Überblick sowie konkrete Orientierung für den Umgang mit risikobehafteten Geschäftsbeziehungen.

Diese Inhalte erwarten Sie

Teil 1 – Problem & Systemlogik: Warum Kontokündigungen zum Kernproblem werden
  • Entwicklung in der Praxis: steigende Verdachtsmeldungen & De-Risking
  • Spannungsfeld: Geldwäscheprävention vs. Zugang zum Zahlungsverkehr
  • Entscheidungsdilemma nach Verdachtsmeldung
  • Interessenkonflikt: Bank – Kunde – Aufsicht – Strafverfolgung
  • Typische Risikofaktoren und Trigger in der Praxis
Teil 2 – Gesetz & Aufsicht: Wann Kündigungen müssen oder dürfen
  • Verdachtsmeldung nach § 43 GwG als Ausgangspunkt
  • Pflicht zur Beendigung (§ 10 Abs. 9 GwG)
  • Kündigung als Ermessensentscheidung (Verhältnismäßigkeit, Zumutbarkeit)
  • Aufsichtserwartungen und risikobasierter Ansatz
  • Tipping-off-Verbot und praktische Kommunikationsprobleme
Teil 3 – Rechtsprechung & Praxis: Divergierende Linien verstehen
  • Kündigung zulässig: Risiko, Hochrisikoländer, erhöhter Aufwand
  • Kündigungspflicht: Fälle nicht erfüllbarer Sorgfaltspflichten
  • Kündigung unzulässig: Grenzen von De-Risking (z. B. Sparkassen-Kontext)
  • Vergleich der Rechtsprechungslinien (Risikomodell vs. Infrastrukturmodell)
  • Ableitung praxisrelevanter Entscheidungsmaßstäbe

Das sollten Sie noch wissen

Als Dozent steht Ihnen Herr Dr. A. Dominik Brückel, Fachanwalt für Bank- u. Kapitalmarktrecht von der AWADO Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, zur Verfügung.

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